Reifendruck beim Fahrrad: So findest du die richtige Luft
Der richtige Luftdruck ist die einfachste Tuning-Maßnahme am Fahrrad: Er entscheidet über Rollwiderstand, Grip, Komfort und Pannenschutz. Und er sinkt mit der Zeit ganz von allein.
Wo steht der richtige Druck?
Auf der Flanke jedes Reifens ist ein Mindest- und ein Höchstdruck aufgedruckt, meist in bar und PSI. Innerhalb dieses Bereichs kannst du den Druck an dein Gewicht, den Untergrund und deinen Geschmack anpassen. Unter dem Minimum und über dem Maximum solltest du nie fahren.
Richtwerte nach Radtyp
| Radtyp | Typischer Bereich |
|---|---|
| Rennrad | etwa 5 bis 8 bar |
| Trekking- und Cityrad | etwa 3,5 bis 5 bar |
| E-Bike | wie Trekking, wegen des höheren Gewichts eher im oberen Bereich |
| Mountainbike | etwa 1,5 bis 2,5 bar |
Richtwerte. Maßgeblich ist immer die Angabe auf deinem Reifen.
Mehr oder weniger Luft?
- Höheres Körpergewicht oder Gepäck: eher mehr Druck, sonst schlägt der Reifen durch.
- Nasse Straßen, Laub, Schotter: etwas weniger Druck sorgt für mehr Auflagefläche und Grip.
- Komfort: Etwas weniger Druck dämpft Stöße spürbar, kostet aber ein wenig Rollwiderstand.
Welches Ventil hast du?
| Ventil | Erkennungszeichen |
|---|---|
| Autoventil (Schrader) | Dick, wie beim Auto, passt an jede Tankstelle |
| Französisches Ventil (Presta) | Schlank, mit kleiner Rändelmutter, die man vor dem Pumpen aufdreht |
| Dunlop-Ventil (Blitzventil) | Häufig an älteren Cityrädern, mit Überwurfmutter |
Eine Standpumpe mit Manometer und Kopf für mehrere Ventile ist die bequemste Lösung. Für unterwegs reicht eine kleine Minipumpe.
Wie oft prüfen?
Reifen verlieren auch ohne Loch nach und nach Luft. Prüf den Druck am besten alle zwei bis vier Wochen, bei Rennradreifen häufiger. Der Daumentest reicht dafür nicht, nur ein Manometer zeigt den echten Wert.